FC SCHWÜRBITZ 1909
Die Roten Teufel

IV. Epoche

Mit dem 75-jährigen Vereinsjubiläum wurde 1984 die 4. Epoche eingeleitet.

 

Die „Ära“ Habich begann.

 

Paul Habich, seit 1980 Erster Vorsitzender, setzte zusammen mit weiteren Getreuen Meilensteine in der Vereinsgeschichte.

 

So fand am 31. Mai 1984 die Einweihung des neu gebauten Rasenfeldes durch die beiden Ortsgeistlichen, Geistlicher Rat Pfarrer Ansgar Drost und Pfarrer Andreas Reißenweber statt.

 

So hatte die tüchtige Vorstandschaft um Paul Habich und Horst Habermann vorwiegend aus eigenen Mitteln einen Rasenplatz geschaffen, ebenso wurde der Sportplatzweg befestigt, der nun gegen weitere Hochwasserschäden gut gerüstet schien.

 

Schnell war die unglückliche Zeit vergessen, wo man für kurze Zeit einen Sandplatz (Hartplatz) gebaut hatte (das erste Hochwasser spülte den ganzen Sand wieder weg).

 

Die Festtage wurden in der Zeit vom 15. bis 17. Juni 1984 abgehalten.

 

Nachdem 1985 mit Spielertrainer Heinz Losert vom FC Lichtenfels und Mittelstürmer Uwe Wolf (ebenfalls FC Lichtenfels) zwei gute Spieler verpflichtet werden konnten, ging es in den Reihen des FC Schwürbitz aufwärts.

 

So stieg die 1. Mannschaft 1986 wieder in die A-Klasse auf. Verletzungen und Spielabgänge waren dann hauptsächlich für den Abstieg verantwortlich.

 

Erneut stieg die 1. Mannschaft 1988 in die A-Klasse wieder auf, um dann im Jubiläumsjahr 1989 wieder abzusteigen.

 

Viele Tore in den 80iger Jahren schossen Engelbert Lorenz, Lothar Burkhardt, Siegfried Hergt, Erhard Gruber und weitere Spieler.

 

Doch vorher setzten sich die Verantwortlichen um Paul Habich ein besonderes Denkmal.

 

Das im Jahre 1956 errichtete Clubheim entsprach nicht mehr den Erfordernissen.

 

Der Bau eines größeren und der Zeit entsprechenden Clubheimes wurde gefaßt.

 

So folgte am 12. August 1987 der 1. Spatenstich.

 

Bereits in den Wochen darauf konnte man die großen Konturen des neuen Gebäudes ausmachen, welches später ein Schmuckstück werden sollte.

 

Zahlreiche freiwillige Helfer ermöglichten einen raschen Rohbau.

 

Bereits am 12. September 1987 fand das Richtfest statt.

 

Ein schweres Unterfangen war auch der Anschluß an die Versorgungsleitungen im Ortsnetz.

 

So mußte der Main durchquert werden.

 

In Verbindung mit dem Wasserwirtshaftsamt erfolgte im Herbst 1987 eine Unterquerung (Düker) des Maines, wobei die Versorgungsleitungen für Wasserleitung, Abwasser, Telefon und Strom gelegt werden konnten.

 

Bisher bezog der Fußballclub sein Wasser aus einem eigenen Brunnen.

 

Die feierliche Einweihung fand am 28. August 1988 durch die beiden Ortsgeistlichen, Geistlicher Rat Pfarrer Ansgar Drost und Pfarrer Andreas Reißenweber, statt.

 

Damals schrieb Chronist Horst Habermann:

 

Wenn man in der nun fast 80-jährigen Vereinsgeschichte des 1909 gegründeten FC Schwürbitz zurückblättert, ist dieser Clubheimbau der absolute Höhepunkt.

 

Die noch bestehenden Gebäudeteile – der alte Umkleidetrakt wurde abgerissen – wurden in den Neubau integriert und stellen somit eine harmonische Einheit dar.

 

Das rote Ziegeldach, dem fränkischen Baustil angepaßt, rundet das schmucke Clubheim ab.

 

Es fügt sich gut in die Schwürbitzer Kulisse (Maintal, Ortschaft, Kirche, Göritze) ein.

 

Dies alles war nur möglich, durch die in großem Umfang erfolgte Eigenleistung.

 

Einige Mitglieder kamen dabei auf über 1000 Stunden.

 

So zum Beispiel Theo Mahr, Karl Aumüller, Franz Thiem und weitere fleißige Männer.

 

Diese verdienten Männer standen fast täglich auf der Baustelle.

 

Eine Aufstiegsfeier rundete 1988 den Höhepunkt ab.

 

Auch die Altliga des 1. FC Nürnberg war zu Gast im Spiel gegen eine Auswahl „AH 500“.

 

Diesbezüglich hatte Theo Mahr maßgeblichen Anteil am Zustandekommen dieses Fußballspiels.

 

Die Vorstandschaft hatte sich jedoch noch nicht ins „Ruhealter“ zurückgezogen.

 

Die Planungen zu einem neuen Bolzplatz (Trainingsplatz) standen kurz vor dem Abschluß.

 

Nach jahrelangem Tauziehen mit den Grundstücksnachbarn ist es dem FC Schwürbitz in Verbindung mit der Gemeinde Michelau gelungen, daß in den Wochen darauf bereits mit dem Neubau begonnen werden konnte.

 

Zähe Verhandlungen mit Besitzern in Amerika waren vorher nötig.

 

Der neue Platz lag nun parallel zum jetzigen Hauptplatz.

 

Bauträger war die Gemeinde Michelau i. OFr.

 

Für zusätzliche Einnahmen sollte nun eine Bandenwerbung am Hauptplatz sorgen.

 

Nachdem 1989 Spielertrainer Heinz Losert nach 4-jähriger Tätigkeit feierlich verabschiedet wurde, übernahm der frühere Coach Max Wohlmuth vom FC Lichtenfels wieder das neue Ruder.

 

 

 

Im größeren Rahmen wurde 1989 das 80-jährige Vereinsjubiläum mit Festzeltbetrieb gefeiert.

 

Nachdem die Gemeinde Michelau i. OFr. einen neuen Bolzplatz erstellt hatte, konnte 1990 Einweihung gefeiert werden.

 

Mit wechselnden Erfolgen schnitt man in den darauffolgenden Jahren ab.

 

Während die 1. Mannschaft 1990 aus der B-Klasse abstieg, schaffte man bereits 1991 den Wiederaufstieg.

 

Erneut mußte die 1. Mannschaft 1994 in die C-Klasse absteigen, wobei der Wiederaufstieg in die B-Klasse bereits 1995 wiederum gelang.

 

Ebenso wurde die 2. Mannschaft Erster.

 

Nach dem Wahlspruch „Die Jugend ist die Zukunft des Vereins“ wurde nun beim FC Schwürbitz seit Jahren eine gute Nachwuchsarbeit geleistet.

 

Absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war 1993 die Meisterschaft der A-Jugend in die Bezirksklasse West, wo 1994 die Klasse gehalten werden konnte.

 

Die 1. Mannschaft wurde am 14. Januar 1996 Vorrundensieger der Fußball-Hallenkreismeisterschaft (Gruppe B).

 

 

 

In der Jahreshauptversammlung am 31. Mai 1996 gab der langjährige Erste Vorsitzende Paul Habich seinen Rücktritt als Vorstand bekannt.

 

Habich war insgesamt 18 Jahre Erster Vorsitzender des FC Schwürbitz und hatte in dieser Zeit zusammen mit seinen Vorstandskollegen enorm viel bewegt und geschaffen.

 

Nach Meinung des langjährigen Zweiten Vorsitzenden und Schriftführers Horst Habermann (Weggefährte von Paul Habich) hat Paul Habich in zwei Jahrzehnten viel „Pionierarbeit“ geleistet.

 

Seine Handschrift tragen die Außenanlagen (zwei Fußballplätze, Betonweg, Baumallee, Parkplatz, Kinderspielplatz, das neue Clubheim sowie angefangene Bandenwerbung).

 

Mit viel Engagement, Idealismus, Freizeitopfern, Elan und körperlichem Einsatz hat Habich

 

zusammen mit weiteren „Getreuen“ die gesamte Sportanlage zu einer der schönsten und größten im Obermaintal ausgebaut.

Gute Verbindungen zur Gemeinde Michelau i.OFr. bzw. zur Baufirma Dechant, Weismain, beispielsweise, trugen dazu bei.